Kira hat Angst vor anderen Hunden und auch Menschen (allerdings nur draußen). Wenn ich mit ihr spazieren gehe und uns kommt ein anderer Hund entgegen, läuft sie davon. Ich schaffe es nicht ohne Leine an dem anderen Hund vorbeizukommen. Jetzt nehme ich sie immer frühzeitig an die Leine und gehe vorbei. Ich fänd's halt nur schön, wenn Sie die Angst besiegen würde. Wie ist denn das bei euren Shelties?
LG
Ellen _________________
Sylter Sheltiebande Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 02.06.2005 Beiträge: 354
Verfasst am: 05.06.2007, 14:20
Hallo Ellen,
Chiara hatte sehr früh sehr schlechte Erfahrungen mit 2 verschiedenen Schäferhunden gehabt und hatte seid dem vor allen Hunden Angst.
Damals wohnte ich noch in HH und hatte das Glück jemanden kennen gelernt zu haben, die 2 Sheltierüden hatte. Jeden Samstag haben wir uns getroffen und abends zur letzten Runde. In dieser Zeit kam dann auch noch Laila zu uns. Ganz langsam und ganz allmälich wurde Chiara dann lockerer und schließlich spielte sie sogar mit den beiden Rüden.
LG Janina _________________ Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich LK 18,27
Hallo Ellen,
es ist gut, dass Du Kira anleinst, wenn andere Hunde kommen, die Du nicht einschätzen kannst. Soll sie mit Dir zusammen sicher dran vorbei gehen.
Kennst Du freundliche Hunde auf Eurem Gang? Dann lass sie schnuppern und Kontakt knüpfen. Wenn sie Vertrauen gefasst hat, ist es gut. Das nächste oder übernächste mal kannst Du sie bei diesen Hunden, die sie nun etwas kennt, evtl. ableinen.
Langsam Vertrauen aufbauen lassen. Das braucht Zeit.
Bzgl. Menschen, wirst doch bestimmt unterwegs auf sie angesprochen.
"oh, wie süß....ein Minicollie..kann ich den anfassen.." Vielleicht kannst Du mal den einen oder anderen bitten sich hinzuhocken und sie anzulocken? Sie dabei unterstützen - wenn sie ein bisschen auf den Fremden zugeht - dolle loben! Wenn er einverstanden ist, hock Dich zu ihm und streichel ihm über den Kopf (das will er ja schließlich bei Kira auch gern tun).
Das kann ihr helfen zu erkennen, dass der andere kein "Böser" ist.
Bei Lene wünschte ich mir so, dass sie sie bei "Grossen Schwarzen" und Rottweilern irgendwie zumindest Respekt zeigt. Aber, die hat sie auf ihrer Liste. Da ist sie sowas von unflexibel.
LG, Bettina
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 06.06.2007, 07:08
Vielleicht ist sie mal von einem anderen Hund erschreckt worden, das geht oft so schnell, das man das gar nicht bemerkt.
An die Leine nehmen ist sicher gut, andere Shelties, die sicher sind, würden auch helfen.
Habe Geduld mit ihr, zwinge sie zu nichts, es wird sicher besser, wenn Du ihr Sicherheit gibst. _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
http://portal.sheltie.at
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Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
Ist zwar schon länger her, dass der Thread begonnen wurde...aber...
Ich hab mit Sushi da weniger Probleme wenn es um Menschen geht, sie ist unglaublich offen und würde zu jedem hinrennen. Allerdings sind ihr so manche Gegenstände dann doch sehr unheimlich, riesige Baumwurzeln, Motoräder mit Planen drüber, Roller die plötzlich am Badesee parken...dabei war da doch vorher nie ein Roller, usw
Bei ihr konnte ich da gut mit dem Clicker dran arbeiten. Für jedes interessierte Verhalten gabs einen Klick, auf diese Weise hat sie sich immer schneller und sicherer an Neues rangetraut. Heute hüpft sie auf fremde und ihr unheimliche Dinge bellend draufzu, wird dann vorsichtiger, traut sich aber auch alleine ganz ran.
Sushi hatte auch ziemliche Angst vor Welpen, die waren ihr immer zu grob und tollpatschig - und alle größer als sie. Bei einzelnen Welpenbegegnungen konnte ich interessiertes Verhalten (ein Blick in die Richtung reicht da schon) auch gut clickern.
Ich würde den Kontakt zu fremden Menschen nicht unbedingt herstellen, wenn Kira dabei so unwohl ist. Es würde ja völlig reichen, wenn sie passiv an ihnen vorbeigehen kann. Nicht jeder Hund muss sich über alle Hunde und Menschen freuen. Evtl verstärkt sich ihre Panik nur noch wenn die ihr eh schon gruselig erscheinenden Menschen sich nun auch noch ihr direkt zuwenden. Daher würde ich mit dem Clicker jedes neutrale Verhalten verstärken. Und dabei ist wichtig, dass man selbst absolut entspannt ist, wenn man ihre Angst schon erwartet, hat man so gut wie verloren.
Andere Hunde...schwierig. Ich werde hier gerne ausgelacht wenn ich Sushi mal wieder auf den Arm nehme bei Hundebegegnungen bei denen der andere Hund nicht angeleint ist. Aber ich gehe 1. kein Risiko ein bei einem Hund der keine Chance hat sich auch nur ansatzweise zu verteidigen und der 2. braucht Sushi keine negativen Erlebnisse im Sinne von übergewalzt oder als Trampolin mißbraucht zu werden. Vorgestern begegnete mir ein Mann der herzhaft anfing zu lachen als ich die Kleine hochnahm während ein ca. 55cm hoher Mix und ein über 60cm hoher Goldie unangeleint entgegenkamen. Er erklärte mir der Mix sei doch selbst erst 5 Monate...und mit sochen hat Sushi bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Andere Hunde finden sie lustig, jagen sie, rennen sie über den Haufen oder hauen mit der Pfote drauf. Da nicht schützend einzugreifen, damit hab ich mir bereits bei meinem Ramses viel versaut, den Fehler mache ich nicht wieder. Lieber werde ich ausgelacht. Sushi fühlt sich bei mir sicher, und das ist mir wichtig.
Lange Rede kurzer Sinn: vermittel deiner Kira, dass du ihr sicherer Hafen bist. Such dir liebe und ruhige Hunde für Gassigänge, am besten Hunde die sie ignorieren. Wenn sie bei dir Schutz sucht weil ein anderer Hund sie in ihren Augen zu sehr bedrängt, dann gewähre ihr diesen Schutz und schieb den anderen Hund weg. Bei unangeleinten fremden Hunden würde ich sie erstmal immer auf den Arm nehmen. Denn an der Leine erfährt sie nur Hilflosigkeit wenn der andere Hund sie dort bedrängt und sie nicht wegkann. Das kann für ein nicht sehr firmes Selbstbewusstsein schon zuviel sein.
...was ist denn in der Zwischenzeit bei Kira draus geworden?
LG,
Verena.
Zuletzt bearbeitet von Gartentyrann am 30.08.2007, 01:07, insgesamt einmal bearbeitet