Bitte ein paar Tipps Verfasst am: 20.10.2009, 21:59
Wir haben seit März unseren ersten Hund es ist ein Sheltie und wir lieben ihn sehr. Chewee
Er ist jetzt neun Monate alt und vermutlich gerade in der Pubertät denn er hebt seit vier Wochen das Bein beim Pinkeln. Wir haben uns bereits eine Reihe DVDs zur Erziehung angesehen, waren auch schon in verschiedenen Hundeschulen und vieles klappt bereits sehr gut dennoch gibt es paar Dinge die wir nicht so ganz verstehen und wo wir mit den Schulen auch nicht so happy sind und unsicher ob wir was falsch machen oder verpassen, daher schreibe ich hier mal ein bischen und stelle ein paar Fragen mit der Bitte um Eure Meinung und Hilfe.
Das kann er schon ganz gut:
Sitz und bleib
Platz und bleib
Herbeirufen,nicht immer zuverlässig wenn Ablenkung. Ohne Ablenkung zuverlässig z.B. im Wald beim Pilze suchen
Steh - stehen bleiben (Vorbereitung für Hundeshows) einigermassen
Stop - Wenn er ohne Leine läuft damit er nicht in Gefahren läuft - einigermassen
Nein - Leckerli auf die Pfote legen, erst auf Kommando darf gefressen werden, macht er sehr gut
Aus dem Maul nehmen - lässt er sich alles von mir selbst Leckerlis
Er bleibt ohne Probleme alleine im Auto oder alleine im Wohnzimmer oder Flur auch über Stunden (nicht im Auto natürlich)
Wenn er merkt das ich beschäftigt bin und voll konzentriert bei einer schwierigen Arbeit im Labor dann ist er total ruhig und stört nicht im geringsten, er legt sich hin und wartet.
Er ist ganz lieb beim Autofahren und meckert überhaupt nicht ausser er muss mal auch auf sehr langen Fahrten
So lebt er:
Zweimal am Tag Futter, morgens Trofu abends Nass. Absolut nichts vom Tisch
Täglich zwei bis drei Spaziergänge je 15-30 Minuten zweimal die Woche auch mehrere Stunden
Er gönnt sich auch mehrmals täglich ein Nickerchen, ich hab den Eindruck er braucht das sonst ist er maulig und gestresst.
Er schlief schon als Welpe mmer im Schlafzimmer neben dem Bett, darf aber hin und wieder seit acht Wochen morgens und abends ca. 30min ins Bett d.h. vor dem Einschlafen beim TV und morgens noch ein bischen bevor ich aufstehe. Dann beschleckt er mich ausgiebig und beknabbert vorsichtig meine Hand. Ich hab den Eindruck das sich seitdem unser Verhältnis zum Hund verbessert hat.
Das liebt er:
LAUFEN - am besten Rennen und Haken schlagen
Apportieren - ohne Ende
Schnüffeln - Ich mache beim Spazieren gehen Suchspiele mit Leckerlis die ich in der Baumrinde verstecke. Er muss sitzenbleiben ich gehe weg verstecke sie (er sieht das natürlich) und auf Kommando darf er losrennen und suchen
Schmusen - Er legt sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen während er genüsslich an der anderen Hand zart knabbert
Mit anderen Hunden spielen
Das ist im Moment ein bischen ein Problem:
Er springt ständig an uns hoch und auch an Fremden
Er zieht wie am Anfang wie verrückt beim Spazieren gehen und schnüffelt wie ein Trüffelhund am Boden.
Wenn andere Hunde in der Nähe sind dann jault er und geht vorne regelrecht hoch weil er hin und spielen will.
Im Kaufhaus oder in Läden nörgelt er im Moment sofort und kläfft
In der Hundeschule wurde mir zum Ziehen empfohlen die Richtung zu wechseln oder an der Leine zu ruckeln, hab ich schon versucht aber mit wenig Erfolg. Irgendwie tut mir der Hund leid wenn ich so wie der Hundetrainer ihm brutal die Nackenwirbel verrenke. Was ist euer Rezept dazu? Hin und wieder klappt es schon mit dem Fuß laufen aber nur für fünf Minuten und eher am Ende des Spazieren gehens.
Ein Bekannter meinte das Hochspringen sei eine Dominanzgeste und darauf zurück zu führen, daß wir ihn ins Bett und hin-und wieder aufs Sofa lassen, das Gleiche gelte für das Schlecken und Knabbern. Wir müssten einfach dem Hund mehr Alphatier zeigen und dürften ihn nicht so vermenschlichen.
Ehrlich gesagt glaube ich das nicht denn er ist sehr empfindlich und klappt bei strengerem Ton oft die Ohren ein und ist insgesamt eher zurückhaltend, ausser beim Spielen. Ich hab ihn vor zwei Monaten mal im Urlaub das erste Mal angeblaffert und war stinksauer weil er mir auf dem Campingplatz weglief und ich Muffe hatte, da klappte er die Ohren ein und lief in den Caravan und verzog sich unter den Tisch. Tat mir richtig leid, er wollte dann auch nicht mehr zu mir und ich musste ihn locken und mit ihm spielen damit er mir wieder "vertraute".
Was ist eure Meinung zu den "Problemen" wird das besser mit dem Alter?
Verpassen wir was wenn wir es jetzt nicht rigeros trainieren?
Wie beurteilt ihr den Erziehungstand? Ist das für das Alter in Ordnung oder müsster er besser folgen?
Ist es bei einem Sheltie wirklich problematisch wenn er mal ins Bett oder aufs Sofa darf?
Was bedeutet das Schlecken morgens und abends? Dominanz oder Zuneigung?
Unser Züchter sagte uns Shelties sind eher vorsichtig und neigen nicht zur Dominanz und die meisten Hundetrainer hätten leider wenig Ahnung von dieser Rasse.
Unser Tierarzt meinte auch das er schüchtern ist und das wir ihn aufbauen sollten und nicht zu sehr dominieren, z.B streicheln von der Seite am Kopf und nicht mit der Hand von oben.
Naja, ihr merkt schon viele Fragen und viel Unsicherheit es ist halt unser erster Hund.
Vielen Dank für Eure Antworten!! _________________ Gruß
also für mich liest sich das alles nach ein pubertierenden rüden!
er will seine grenzen testen, sehen wie weit er gehen kann!!!!
das hochspringen, würde ich ihm auf jeden fall verbieten, dreht euch einfach zur seite, und gebt ihm das klare kommando "nein", auch fremde sollen bitte so reagieren.
das ziehen an der leine kann ganz schön nervig sein, kenne ich von meinem collie auch, vielleicht hat er aber auch den duft einer läufigen hündin in der nase!
der tipp der hundeschule die richtung zu wechseln, ist optimal, aber für den hundehalter sehr nervenaufreibend, denn ihr werde es längere zeit machen müßen!
den leinenruck halte ich persönlich für absoluten quatsch!!!! und wie du schon schreibst, die wirbel verrenken würde ich meinem hund auch nicht.
bei finn habe ich stundenlang, die richtung gewechselt (sah für andere natürlich total bescheuert aus), oder ich habe ihn sitz machen lassen, und beim angehen fuß gesagt, es hat gedauert, aber der erfolg stellte sich ein.
ihr braucht jetzt sehr viel ausdauer und absolute konsequenz, dann wird euer liebling auch bald kapieren, wer der chef ist!
Ich glaube, dein Hund ist ganz normal und du gibst dir viel Mühe. Das erste Lebensjahr ist immer ein bischen "kaotisch". Mal klappt alles wunderbar und dann gibt es wieder eine Zeit, da geht gar nichts mehr. Erst wenn die Hunde übers Jahr sind, wird ihre Gehorsamkeit sicherer und zuverlässiger. Aber man muss ihnen immer wieder Hilfen geben, damit sie lernen unsere Worte zu verstehen.
Ich hatte mal eine zeitlang eine dünne Schleppleine am Hund hängen, damit ich ihn erreichen konnte, wenn ich was von ihm wollte. Er hat gut damit gelernt.
Das Händelecken kann auch eine Beschwichtigung sein. Ich glaube nicht, dass es Dominanz ist. Es gibt Hunde, die sollte man nicht aufs Sofa lassen, sie fordern dann immer mehr. Das musst du bei deinem Hund beobachten, ob er dazu gehört.
Ein Sheltie muss mit sanfter Konsequenz, ohne ihn anzuschreien, erzogen werden. Wenn er mal kurze Zeit beleidigt ist, ist es kein Drama, wenn es nicht zu oft passiert.
Er ist ein Hütehund, von daher flippt er wahrscheinlich auch aus, wenn's zum Spielen geht.
Liebe Grüsse
Tessa
hansolo22 Welpe
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Verfasst am: 29.10.2009, 17:40
Hallo, vielen Dank für die Antworten und auch für die PNs.
Das Hochspringen haben wir ihm inzwischen recht gut abgewöhnt indem wir jdesmal einen Schritt nach vorne und nicht zur Seite oder nach hinten gemacht haben. Dadurch verlor er die Balance. Das hat extrem gut funktioniert.
Mit Fuss klappt es manchmal schon ganz toll aber halt immer nur für fünf Minuten.
Dafür hat er in zwei Tagen ganz toll gib mir FÜNF gelernt, oder auch abklatschen. Erst kommt der Sitzbefehl über ein optisches Zeichen (geballte Faust) und dann fünf gespreizte Finger und er klatscht ab. Find ich süß. Überhaupt reagiert er sehr gut auf optische Signale. Für das Zurückkommen hab ich mir eine Geste abgeschaut bei der ich die Hand von unten nach oben bewegen und auf meinem Schlüsselbein ablege. Das sieht er auch aus der Entfernung.