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Leen Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 23.05.2005 Beiträge: 1283 Wohnort: Niedersachsen
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Ivomec
Verfasst am: 19.06.2005, 23:13 |
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Hallo alle,
gerade habe ich im Freien Collie Forum gelesen, dass ein Collie-Kurzhaar eine Ivomecspritze bekommen hat und jetzt im Koma liegt. Es wurde nach Hilfsmaßnahmen gefragt. Oweih, ich weiß da nix. Kennt sich jemand aus??
LG, Bettina |
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Leen Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 23.05.2005 Beiträge: 1283 Wohnort: Niedersachsen
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 20.06.2005, 08:33 |
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hallo Bettina!
Der Besitzer sollte sofort den Tierarzt wechseln!
wenn einer nicht weiss, welche Rassen Ivermectin(das ist der Wirkstoff) nicht vertragen, ist das schlimm!
Collies und Shelties dürfen das niemals bekommen,( es gibt auch noch ein paar andere Rassen die es nicht vertragen) das Risiko ist zu hoch.Es gibt ja genug Wurmmittel. Es kann schon sein, dass ein Collie oder Sheltie es verträgt, aber man sollte es garnicht probieren.
Infos zu diesem Thema findest du im Internet, einfach im google suchen.
Es ist irgendwie so wie bei Schokolade: Vielen Hunden schadet sie nicht, aber wenn du Pech hast, ist dein Hund tot, nur weil er eine Tafel Schoki geklaut hat.
LG Andrea |
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 20.06.2005, 14:59 |
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Hey,
Collies, Shelties, Border Collies, Aussie und noch mehr Rassen können den sog MDR-1 ( Multidrug-Resistenz) Gendefekt haben.
Du musst dir das so vorstellen, wenn der Hund den MDR-1 Defekt hat, dann funtioniert seine Blut-Hirnschranke nicht diese stellt sonst eine Art Schutzbarriere für des Gehirn dar. Der Wirkstoff( hier eben Ivermectin) kann undosiert in's Gehirn eindringen. Die Blut-Hirnschranke sorgt dafür, dass das Medikament nur in geringen Dosen ein das Gehirn/das Nervengewebe eintritt, wenn der Gendefkt vorliegt ,dann haben Untersuchungen ergeben, dass der Wirkstoff bis zu 90-fach mehr in's Gehirn eintritt.
Der Defekt im MDR1-Gen bei Ivermectin-empfindlichen Tieren führt zu starken neurotoxischen Nebenwirkungen aufgrund der erhöhten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke.
Untersuchungen haben ergeben, dass nicht nur das Antiparasitikum Ivermectin sondern auch mehrere andere Arzneistoffe bei Tieren mit dem Gendefekt vermehrt in's Gehirn eintreten.
Man kann seinen Hund auf den Gendefekt testen lassen,wenn man ganz sicher sein will. Der Test kostet glaube ich 20€ + dann noch die gebühren für's Blutabnehmen und an der Uni in Giessen wird getestet.
Das ist jetzt nur ganz kurz zusammengefasst, aber so funktioniert das.
Viele liebe Grüße Jana, Gina und Finn
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Utopia Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 19.04.2005 Beiträge: 715 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 20.06.2005, 20:14 |
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Hy!
Also Cuba hat da ganz Recht,und ich würd auch den Tierarzt wechseln.Es gibt leider noch ein paar Medikamente die Shelties/Collies icht vertragen so wie andere Hunde.Ich müsste mich bei meiner Chefin ganz genau erkundgen welche.
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Leen Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 23.05.2005 Beiträge: 1283 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 20.06.2005, 22:27 |
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Hallo, Danke alle,
mit dem MDR-1 Defekt das weiß ich wohl. Es wurde in dem Forum nach Hilfsmaßnahmen in dem akuten Fall gefragt oder nach einem Antidot (Gegengift). Dazu wußte ich nichts. Ich konnte heute nicht in das Forum rein, hieß immer "Proxi error".
LG, Bettina |
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 01.07.2005, 21:04 |
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Hallo Bettina ,
weist du was aus dem Collie geworden ist der im Koma lag - hat er überlebt ?
LG
Manuela |
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Leen Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 23.05.2005 Beiträge: 1283 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 01.07.2005, 23:24 |
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Hallo Manuela,
nein, er ist gestorben.
Traurige Grüße,
Bettina
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 02.07.2005, 07:38 |
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Das tut mir echt Leid für den kleinen .
Nur durch solch einen dummen Fehler vom Tierarzt - der nicht passieren darf !
LG
Manuela |
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 07.07.2005, 01:08 |
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Zitat:
Quino schrieb am 20.06.2005 08:33
hallo Bettina!
Der Besitzer sollte sofort den Tierarzt wechseln!
Collies und Shelties dürfen das niemals bekommen,( es gibt auch noch ein paar andere Rassen die es nicht vertragen) das Risiko ist zu hoch.
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Der Halter sollte erst mal wohlwollend den "Waschzettel" des Medikaments lesen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Mittel nicht für Anwendung am Hund zugelassen , oder nicht für Aussies und britische Hütehunde. Wenn das zutrifft, steht einer Schadenersatzklage nichts im Wege.
Der Wirkstoff haut die Hunde um, die einen MDR1-Gendefekt haben. Da funktioniert die Blut-Hirnschranke nicht. Genaueres bitte bei der Uni Gießen ergurgeln, da lief im letzten Jahr eine groß angelegte Studie zur Verbreitung des Defekts. Die Ergebnisse für Collies waren Katastrophal und für Shelties erschrekend.
Fiona hat mitgemacht. Sie und ihre Kinder (falls es die jemals geben sollte) haben eine funktionierende Schranke, so daß der Wirkstoff ganz normal wirkt.
Spike hatte ich damals noch gar nicht,. |
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 07.07.2005, 01:13 |
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Zitat:
Utopia schrieb am 20.06.2005 20:14
Hy!
Es gibt leider noch ein paar Medikamente die Shelties/Collies icht vertragen so wie andere Hunde.Ich müsste mich bei meiner Chefin ganz genau erkundgen welche. |
hier nachzulesen:
http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1-defekt/Artikel_A4_06_09_04.pdf
Ein guter TA wird diese Medikamente nicht am Hund anwenden. Oder er kennt das Testergebnis .
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Leen Ehren-Mitglied


Anmeldedatum: 23.05.2005 Beiträge: 1283 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 07.07.2005, 23:44 |
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Hallo Gandalf,
also, wenn der TA etwas spritzt kann man keinen Waschzettel mehr nachlesen. Dann ist es wohl etwas zu spät, oder nicht?
LG, Bettina |
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Anonymous Gast
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Verfasst am: 22.07.2005, 10:38 |
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Zitat:
Leen schrieb am 07.07.2005 23:44
Hallo Gandalf,
also, wenn der TA etwas spritzt kann man keinen Waschzettel mehr nachlesen. Dann ist es wohl etwas zu spät, oder nicht?
LG, Bettina |
Hi,
Es ist für den Hund des Originalpostings zu spät, ja. Will man dem TA mit einem Kunstfehlerprozeß kommen oder Schadenersatz in Form von Geld erstreiten, so lese man den Waschzettel. Wenn der Medikamentenhersteller die Warnungen geschrieben hat, verbessern sich die Erfolgsaussichten. Und damit auch die Chance, daß der betreffende TA dieses Medikament nicht nochmals bei gefährdeteten Hunderassen einsetzt. |
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