Kleiner Hund, Vorurteile bei Spiel mit Grossen oder Handeln Verfasst am: 03.04.2006, 10:28
Hallo!
Ich hätte da (schon wieder ) eine Frage:
Pippin hatte, nachdem er einmal von einer fröhlichen Junghundebande "überrollt" wurde, Angst vor grossen Hunden.
Diese Angst hat er glücklicherweise verloren, im Gegenteil will er zu jedem Grossen hin,
mit der Zeit wird es ihm aber zuviel, wenn grosse stürmische Hunde wild über ihn hinwegfegen oder ihn beim Spiel zwischen ihren Beinen wuzzeln.
Also ging es von einem Extrem ins andere.
Die Tierärztin meinte, ich soll ihm abgewöhnen, auf jeden fremden Hund zu Beginn freudig hinzulaufen, vor allem was die Verletzungsgefahr bei kleinen Hunden im Spiel mit Grossen und den nicht vorhandenen Welpenschutz betrifft.
Ich hatte vor Pippin nur Erfahrung mit grossen Hunden, also stehe ich irgendwie an.
Wie gewöhne ich ihm ab, wie ein Pfeil freudig auf alle fremden Hunde zuzuschiessen?
Obwohl, ich bin schon froh, dass Pippin gern mit anderen Hunden spielt oder einfach nur im Kanon (mit einem Sheltiemix, z.B.) ewig bellen möchte.
Reichen da seine Hundebegegnungen aus oder soll ich eingreifen?
Soll ich ihn erst nach einem Kommando hinlaufen lassen?
Natürlich lasse ich ihn nicht als "Kaninchen" für Hundeburschen im Flegelalter herhalten, wenn ich sehe, dass er keine Freude am Spiel mehr hat, greife ich schon ein,
auch umgekehrt, wenn Pippin einen süssen gutmütigen Goldiewelpen mit einem Kauschuh verwechselt.
Evi _________________
Goya Mic Pia Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 22.09.2005 Beiträge: 328
Verfasst am: 03.04.2006, 13:18
Hallo Evi,
es ist schon ein Problem, das Spiel mit großen Hunden. Bei uns führte es soweit, dass beim Spiel mit einem Mischlingsrüden (Foxterrier-Jack-Russel usw.?) Goya so stark in den Hinterlauf getreten wurde, dass er 2 Wochen gar nicht rennen durfte. Er hatte eine derbe Prellung! Mit Absicht hat der Große das nicht getan, obwohl wir jetzt einen Riesenbogen um ihn machen, da eine Erziehung bei dem Tier auch nicht gelungen ist. Da gehört Frauchen in die "Menschenschule" !!!, dann wäre es mit der "Hundeschule" auch was geworden. Goya hat auch immer noch Angst vor ihm!
Wir rufen jetzt ein ganz energisches "FUSS" und im Laufe der Gassigänge ist Goya nun schon mit dem Kommando vertraut, auch wenn uns größere Hunde entgegen kommen! Verstehen kann er es nicht, dass er mal ja und mal nicht spielen darf. Für ihn ist ein Kumpel eben ein Kumpel! _________________ Liebe G rüße
Das stimmt, ich habe oft beobachtet, dass Hunde, deren Besitzer sich um das Verhalten ihrer Tiere Gedanken machen, ein besseres Sozialverhalten zeigen.
Die Hunde können wirklich nichts dafür, was man ihnen beigebracht hat.
Ich möchte nicht sagen, dass Pippin nie ein Rüpel sein wird, das werden wir auch noch durchmachen, wenn er in der Pubertät ist.
Hunde sind wirklich wie Kinder, obwohl die Leckerliemethode wohl nichts für die Menschenkinder ist, sonst hätte ich hier bald ein paar dicke Rollmöpse sitzen .
Ich lasse Pippin einfach nur mehr auf der Hundewiese frei laufen , da sind mehrere grosse Areale nebeneinander eingezäunt und man kann bei Bedarf in ein anderes ausweichen.
Dort kann er laufen und spielen, bis er umkippt.
Heute hat er dort mit grossen, aber freundlichen Hunden gespielt. Aber kaum ein anderer Hund flitzt so wild herum wie Pippin, wie eine richtige Kanonenkugel-Gummiball-Mischung.
Gottseidank habe ich dort drinnen bisher nur vernünftige Hundehalter kennengelernt.
Evi
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 03.04.2006, 19:17
Ein echter Sohn seiner Mutter. Die war auch immer so schnell unterwegs zu anderen grossen Hunden. Heute ist sie schon vernünftiger, aber auch manchmal richtig zickig.
Wir haben sie immer zurückgerufen, hat aber nicht immer geholfen. _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
http://portal.sheltie.at
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Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
Ja, ich finde, er sieht aus wie eine Kopie von ihr!
Ich liebe dieses selbstbewusste freche Kerlchen! Gerade bellt er mich an: Na gib mir schon ein Leckerlie! Wie wird aber diese Methode genannt? "Erziehe Dir Dein Frauchen nach der gib mir Leckerlie-Bell-Methode"?
Hallo Evi,
ja, wie man dem Junghund das Hinlaufen zu jedem Artgenossen bzw. zu überhaupt allem sich Bewegendem abgewöhnt, dass möchte ich auch gern wissen!
Wenn unser Muck von der Leine ist und gerade zielbewusst wo drauf lospreschte, dann hab ich hiiiier gebrüllt, und oh Wunder, er hat im vollen Galopp die Bremse gezogen und ist zurückgekommen. Und Lecker gabs.
Aber, ich weiß nicht, ob das wirklich immer so klappt. Da mag ich mich nicht drauf verlassen.
Deshalb ist er unterwegs nur an bestimmten Stellen nicht am Band.
Und, weiß ich denn, ob der fremde Hund, auf den er zudüst, friedlich ist??
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch nur wenige Hunde (ab einem gewissen Alter) gibt, die es schätzen, wenn ein kirrer Teenie - bei uns ists ja ein Collie - auf sie zugeballert kommt.
LG ,
Bettina
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 04.04.2006, 07:21
Ich glaube irgendwann lernen sie die Hundesprache und dann wissen sie, wie der andere denkt. _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
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Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
Ja, ich denke, dass die Welpen zuerst glauben, dass Hunde im Spiel genauso nachsichtig sind wie ihre Menschen. Weil Pippin schlau ist, lernt er die Sprache der anderen Hunde. Auch, wie weit er bei jedem einzelnen Familienmitglied gehen kann.
Evi _________________
Zuletzt bearbeitet von Evi am 04.04.2006, 08:13, insgesamt einmal bearbeitet