Hallo,
theoretisch gut, praktisch schlecht. Gäbe ja eine Heideninzucht.
Theoretisch gut, praktisch wirds aber sicher noch dauern, bis dieser Test aufgenommen wird.
Was ich dazu meine, interessiert niemanden, der wirklich etwas zu sagen hat.
Das wird auf einer anderen Ebene ausgehandelt.
LG, Bettina
Manuela Stamm-Mitglied
Anmeldedatum: 23.11.2005 Beiträge: 228
Verfasst am: 29.11.2006, 07:15
Ich bin der Meinung , das es ersteinmal in den Rassezuchtvereinen Pflicht werden sollte .
Ich weiß nur von einem der es ab nächstes Jahr zur Pflicht macht .
Ich finde das Argument von Leen mit der Inzucht sehr einleuchtend...
Denn sicher sind viele Hunde zumindest MDR+/- und einen reinen +/+ zu finden, ist schwierig...
Wie man das Problem aber lösen könnte, ich weiß es auch nicht, bin aber auch schon gespannt, was unsere Züchter dazu meinen _________________ LG
Vreni, Patrick und Leni
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 29.11.2006, 17:09
Ich habe meine Hündinnen getestet. Doch jetzt fahre ich z.B. nach Tschechien oder Ungarn zum decken, weil dort ein Rüde ist, der mit gefällt und zu meinen Hündinnen passt. Die sind nicht getestet, dann dürfte ich auch nicht hinfahren.
Ich lasse jetzt auch meine Welpen testen, dann kann ich den neuen Welpenbesitzern gleich Informationen mitgeben.
Ausserdem sollten ALLE Tierärzte informiert sein, und das ist nicht der Fall.
MDR1 -/- ist sicher nicht einfach, doch es eine Medikamentenempfindlichkeit wie z.B. Penicillin, wenn ich es weiss, kann ich meinen Hund schützen.
Wenn es möglich ist, dann suche ich einen +/+ Partner aus. Aber es muss auch alles andere passen. _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
http://portal.sheltie.at
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
ist es denn wirklich so schwierig +/+ Hunde zu finden??
Meine sind bis auf einen +/+ und auch die Shelties meiner Freundin sind bis auf eine +/+.
Die beiden anderen sind +/-.
Für mich ist es wichtig zu testen, da ich ein Pferd habe und am Stall auch mit Ivomec entwurmt wird.
Hallo Tanja,
guckst Du unter:
www.sheltie-news.de/
und
www.collienews.de/ => Rund um den Collie => Pflege und Gesundheit. Da gibts auch Sheltie Ergebnisse.
LG,
Bettina
Zuletzt bearbeitet von Leen am 29.11.2006, 22:36, insgesamt einmal bearbeitet
Motte Moderator
Anmeldedatum: 16.04.2004 Beiträge: 621
Verfasst am: 30.11.2006, 15:34
Hallo Allerseits,
schönes Thema.
Ich würde es nicht unbedingt zur Pflicht machen, denn es gibt schon eine Reihe von Pflichtuntersuchungen.
Mein Vorschlag wäre, es auf freiwilliger Basis zu Belohnen.
z.B.: wenn ein Hund in die Zucht genommen werden soll, der alle Kriterien erfüllt,
also HD-A, frei von Augenkrankheiten und MDR1 +/+ und mehrfach Vorzüglich auf Ausstellungen, dann sollten sie einen Vermerk erhalten.
Alle - / - aus der Zucht zu nehmen, halte ich nicht für sinnvoll.
problematisch ist das schon, ich kenne einen Fall aus dem Familienkreis, wo die neuen Besitzer erst nach 2 Wochen Infos bekommen haben, daß der Hund -/- ist ( zu diesem Zeitpunkt waren aber die Ergebnisse der anderen Welpen schon bekannt !!! ). Ich fand das schon heftig. In den 14 Tagen konnte die Kleine durch falsche Medikamente getötet werden.
Deswegen halte ich "drastische" Maßnahmen oft für den einzigen Weg.
Grüße aus Aachen
Samariter Stamm-Mitglied
Anmeldedatum: 15.11.2005 Beiträge: 111 Wohnort: Wien
Verfasst am: 01.12.2006, 01:45
Meiner Meinung nach sollte man untersuchte und gesunde Hunde besonders kennzeichen ( körzucht, zuchtempfehlung, etc), sei es mdr, hd, cea/optigen, etc.
es ist heutzutage auch kein muss mehr mit mdr+/- oder gar -/- hunden zu züchten, alleine die sheltie-news liste hat hunderte hunde schon drinnen mit +/+ ebenso gibts eine liste an optigen getesteten hunden.
natürlich kann man nicht auf einen schlag alle hunde aus der zucht nehmen, die diese kriterien nicht erfüllen, aber man kann eben darauf hinarbeiten und die verbände dies durch höhere zuchtbewertungen belohnen.
aber das wird ein wunschtraum bleiben, solang in ein und der selben rassen in jedem fci land andere regeln gelten
Zitat:
sheltie-aachen schrieb am 30.11.2006 20:32
Hallo,
problematisch ist das schon, ich kenne einen Fall aus dem Familienkreis, wo die neuen Besitzer erst nach 2 Wochen Infos bekommen haben, daß der Hund -/- ist ( zu diesem Zeitpunkt waren aber die Ergebnisse der anderen Welpen schon bekannt !!! ). Ich fand das schon heftig. In den 14 Tagen konnte die Kleine durch falsche Medikamente getötet werden.
Deswegen halte ich "drastische" Maßnahmen oft für den einzigen Weg.
Grüße aus Aachen
nunja, drastisch würd ich das nicht gerade sehen, denn wenn ich das nicht weis ( unsere welpen waren auch nicht mdr getestet als wir sie bekamen), dann sag ich das dem tierarzt und der verwendet eben keine mdr gelisteten medikamente......
wir wussten es erst als die hunde 6 monate alt waren, da wir sie davor noch nicht testen haben lassen, aber das weis ich als hundehalter und wenn eine impfung, behandlung was auch immer notwendig ist, teil ich dies dem TA mit und gut is
lg
Markus
Zuletzt bearbeitet von Samariter am 01.12.2006, 01:48, insgesamt einmal bearbeitet
Zum Thema Optigen kann ich noch was sagen:
Unser Nemo darf NICHT von dänischen Züchtern als Deckrüde genommen werden weil er nämlich im Welpenalter von keinem DOK-Arzt untersucht wurde, sondern nur von einem normalen Arzt (Ergebnis war auch "frei"). Der dänische Sheltieclub erkennt sein Ergebnis nicht an und ich finde es nicht sonderlich erstaunlich.
Jeder macht seine Zuchtbestimmungen und jeder Züchter sollte für sich selbst seine eigenen Prioritäten setzen. Ich denke wie bei vielen Dingen im Leben macht es die gute Mischung, man sollte weder ausschließlich auf "Gesundheit" züchten, noch ausschließlich auf Ausstellungserfolge. Zucht heißt ja, die Rasse voran zu bringen. Man sollte auch die Vor- und Nachteile wichten können, das heißt aber auch dass man weniger schwerwiegende Dinge auch in Kauf nehmen darf (meiner Meinung nach) wenn die Vorteile in anderen Bereichen überwiegen.
Und wer sich einen Welpen kauft, der sollte auch für sich selbst klären was ihm wichtig ist, sich die Zeit nehmen verschiedene Züchter kennen zu lernen und dann für sich selbst entscheiden welchen Welpen von welchem Züchter er bei sich aufnehmen möchte.
Als es die MDR1-Tests noch nicht gab wussten die meisten Tierärzte trotzdem um einen Defekt, dass eben bestimmte Mittel nicht verabreicht werden. Den +/+ Hunden gibt man diese Mittelchen jetzt trotzdem nicht obwohl man es theoretisch könnte... hmm... wieso tut man es nicht?!
Und was ist so schlimm daran +/- Hunde mit +/- zu verpaaren? Die Chance dass +/+ entsteht ist genauso hoch wie die Chance auf -/- aber man könnte aus einem VIEL größeren Genpool schöpfen.
Ja und nun schau ich mir die MDR1-Liste im Internet an. Klar, da sind ganz viele Hunde aufgelistet, aber da sind auch ganz viele Hündinnen dabei. Nun nimmt man sich die Rüden raus (als Züchter) und schaut wo sie herkommen. Wieviele bleiben noch in einigermaßen erreichbarer Nähe???
Und dann schaut man welche Farbe der Rüde hat, passt das überhaupt zu einer blue-merle-Hündin (beispielsweise?).
Dann schaut man auf CEA und siehe da, von den vielen vielen Rüden bleibt vielleicht noch ne Handvoll übrig und da sollen dann alle Züchter hinfahren oder wie?
Ich denke jeder darf selbst entscheiden was ihm wichtig ist und meiner Meinung MUSS er das sogar, nur so kann die Zucht vorangehen!
Ich möchte nichts schönreden, man sollte als Züchter immer alle Vorzüge und auch Nachteile der möglichen Verpaarungen gegeneinander abwägen, aber MDR1 oder CEA ist bestimmt kein Beinbruch, Aufklärung ist das Wichtigste aber bitteschön von beiden Seiten! Der Welpenkäufer könnte sich auch vor dem Züchterbesuch bereits schlau machen...
Wenn man sich irgendetwas anderes im Leben kauft, kauft man doch auch nicht blind, sondern liest sich vorher ein paar Infos an, sei es dass man Testergebnisse studiert, oder Leistungen miteinander vergleicht, sich klar macht wofür man sich welche Dinge überhaupt anschaffen möchte...
Mit nem Sportwagen immer zum Einkaufen fahren zu wollen macht genauso wenig Sinn wie mit nem Fiat Panda und ner 5köpfigen Familie in den Skiurlaub aufzubrechen.
Zuletzt bearbeitet von Tweetie am 01.12.2006, 13:44, insgesamt einmal bearbeitet
Also ich bin ja kein experte, denke aber das so drastische maßnahmen wie Sheltie Aachen sie vorschlägt nicht gut wären ,da ja eventuell die eine oder andere hübsche und bevorzugte Linie verloren gehen würde. Könnte theoretisch passieren wenn im Wurf nur Minus Minus wären und dann nie zur Zucht zugelassen werden würden!... oder???
Hmm irgendwie hätte das was mit Verfogung und Ausrottung zu tun!!
Naja villeicht sehe ich das ja total falsch!! _________________
Motte Moderator
Anmeldedatum: 16.04.2004 Beiträge: 621
Verfasst am: 04.12.2006, 08:00
Hallo,
ich denke man sollte allen bekannten MDR1 -/- Zuchthunde die Auflage machen nur mit +/+ zu verpaaren.
Man kann einen Defekt nicht in einer Generation " ausrotten ".
Man sollte aber auch die Hunde nicht nur auf ihre Ergebnisse ( MDR1, CEA/ PRA ....) reduzieren.
Es ist schon lange bekannt das Collies und Shelties diese Unverträglichkeit haben, erst jetzt läßt es sich untersuchen.
Viel schlimmer finde ich das es Tierärzte gibt die es nicht wissen.
Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung ist hier in meinen Augen fast die ganze Miete!
Solange es keine Untersuchungspflicht auf MDR1 gibt, halte ich nichts von irgendwelchen Zuchtauflagen - die Konsequenz wäre dann doch dass kaum noch jemand testet, oder seh ich das falsch?
Wäre es nicht sinnvoller diejenigen zu unterstützen die ihre Hunde testen lassen? _________________
Zuletzt bearbeitet von Tweetie am 04.12.2006, 17:24, insgesamt einmal bearbeitet
Die Idee von Dorina find ich auch gut, dass man den Züchtern, die ihre Hunde testen lassen, irgendwie unterstützt oder denen ne schmackhafte "Belohnung" gibt, wie einen Zusatz bei Ausstellungsergebnissen...
Ansonsten bleibt einem eh nix Anderes übrig, als die TÄ immer wieder drauf aufmerksam zu lassen, was bei Shelties, Collies,... mit Medikamenten los ist.
Connor ist auch nicht untersucht, aber unser TA ist da sehr fit und gibt ihm von Haus aus nur verträgliche Medikamente. _________________ LG
Vreni, Patrick und Leni