vielleicht hat jemand schon mal so eine Erfahrung gemacht uns weiss, wie ich am besten reagiere.
Letzten Samstag abend, als Arran von der Couch aufstand und auf mich zukam, zog er plötzlich das rechte Hinterbein hinter sich her, als ob es gar nicht zu ihm gehören würde. Ich hab 'nen halben Herzinfarkt bekommen und ihn sofort von oben bis unten untersucht. Ich weiss nicht, wie das bei euren Shelties ist, aber Arran kreischt normalerweise schon, wenn man ihn nur schief anguckt. Trotz allem kneten und massieren, sowohl von Pfote als auch Hüfte und Rücken, gab er keinen Ton von sich. Am Sonntag spazierte er wieder überall ganz normal herum als wenn nichts gewesen wäre. Am Montag (also gestern) bin ich mit dem gesamten Rudel morgens zum Spaziergang gewesen und zum Ende des Spazierganges fiel mir auf, dass Arran sein rechtes Hinterbei unter den Bauch zog und so auf drei Beinen bis zum Auto hüpfte. Als wir wieder zu Hause waren, hinkte er nicht mal mehr und lief wieder den ganzen Tag normal. Also bin ich abends zum Training (Obedience) gefahren und habe immer wieder mal geschaut, ob er nicht hinkte. Nichts. Zum Ende des Trainings ging er allerdings wieder auf drei Beinen. Zu Hause lief er wieder normal und heute bewegt er sich auch völlig normal. Gestern abend hatte ich ihn nochmals von oben bis unten untersucht, wobei er wieder keinen Mucks von sich gegeben hat. Nach meiner Ansicht hat er keine Schmerzen, denn so wie ich ihn kenne, würde er zumindest jammern, wenn nicht gar kreischen.
Irgendwie weiss ich nicht so recht, was ich jetzt tun soll, zumal mein TA hauptsächlich Hömöopath ist und z.B. keine Röntgenaufnahmen machen kann. Ich befürchte, dass ein anderer TA bei meinem Hund wahrscheinlich alles untersuchen wird, was es zu untersuchen gibt, und viel würde wahrscheinlich nicht dabei herum kommen.
Weiss jemand, ob HD grundsätzlich immer schmerzhaft ist, oder ob es das sein könnte und dem Hund trotzdem nichts weh tut ? Eine HD Untersuchung möchte ich eigentlich nicht machen, denn Arran ist kryptorchide, womit eine solche Untersuchung für mich nicht allzuviel Sinn macht, denn egal, wie das Ergebnis ausfällt, sollte es HD sein, kann ich doch nichts dran ändern.
Alle Tipps sind willkommen.
LG
Marion _________________
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 12.12.2006, 15:02, insgesamt einmal bearbeitet
Dwina Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 28.04.2004 Beiträge: 291 Wohnort: Österreich
Verfasst am: 12.12.2006, 15:13
hm...
das könnt mehrere ursachen haben.
würde mal auf patellaluxation testen lassen - da brauchst du auch kein röntgen.
der yorkirüde meiner mutter hatte das, er fing auch eines tages zum humpeln an, bzw tat er es meistens wenn er an der leine zog. ansonsten hat es ihm aber nicht weiter weh getan od. gestört und laut tierarzt war es so gering das eine behandlung nicht nötig war.
das einzige problem was jahre später dann kam, war das seine bänder doch darunter gelitten haben und eines tages dann gerissen ist, da wurde dann sofort operiert.
ansonsten kann so eine lahmheit, auch durch einen eingeklemmten nerv kommen (vorallem wirbelsäule), eine nervenentzündung, event. prellung, etc..etc.. kommen.
würde ihn also komplett durchchecken lassen. kannst ja das hd röntgen als letztes in angriff nehmen!?
und wenn es hd ist, wäre es auch für einen privathundehalter nicht schlecht es zu wissen um ihnen den lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten. vorallem sollte auch der züchter dann bescheid bekommen - das ein welpe aus seinem wurf hd (od. was auch immer hat).. ohne solche rückmeldungen von besitzern kann ein züchter es nicht wissen und handeln.
_________________
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 12.12.2006, 19:42
Ja wehleidig sind die Shelties, aber nur wenn es um Kleinigkeiten geht. Wenn er auf einen spitzen Stein tritt, hebt er die Pfote und lasst sich massieren, doch wenn es mehr ist, dann zeigen sie oft keinen Schmerz an.
Eine gute Tierklinik (Freunde und Bekannte fragen) macht überlicherweise keine unnötigen Untersuchungen. Patella könnte es schon sein. Beim laufen auf unebener Wiese wird es dann oft ein gehoppel.
Du schreibst so gut deutsch, wo wohnst Du denn in Belgien ? _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
http://portal.sheltie.at
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
Anonymous Gast
Verfasst am: 13.12.2006, 10:37
Hallo zusammen,
SUPER ! Vielen Dank für die Hinweise. Ich werd dann jetzt erstmal meinen 'normalen' TA anrufen und dort einen Termin beantragen. Das dürfte eigentlich schnell gehen und, was das wichtigste ist, ich vertraue diesem TA auch.
In dem Thread 'Willkommen' hatte ich bereits kurz auf die Qualität des Züchters reagiert, von dem Arran kommt. Ich glaube übrigens, dass er inzwischen nicht mehr züchtet, falls doch, würde es ihn sowieso nicht interessieren, ob in seiner Zucht HD vorkommt oder nicht
Ich glaube übrigens, dass man an HD sowieso nichts ändern kann, oder ? Für seinen Lebensabend würde ich allenfalls sagen, dass ich ihn versuche zu schonen und eventuell halt eine angemessene Behandlung anzufangen, wenn ich sehe, dass Arran irgendwas wehtut. Im Moment verwette ich meinen eigenen Kopf darauf, dass er nirgendwo Schmerzen hat. Schonen tu ich ihn jetzt schon (er ist heute auch nicht mit gewesen zum Spazieren, sondern dafür mit meinem Mann Hundefutter kaufen gefahren), obwohl er im Moment halt überhaupt nicht hinkt oder 'hoppelt'.
Zitat:
Du schreibst so gut deutsch, wo wohnst Du denn in Belgien ?
Hihi, ich bin in Düsseldorf geboren und habe dort bis zu meinem 24. Lebensjahr gelebt. Danach habe ich einen Belgier kennengelernt (geheiratet und dann geschieden), was mich zwangsläufig nach Belgien verschlagen hat. Bisher habe ich es noch nicht bereut, nicht mehr in Deutschland zu leben.
Gruss
Marion
cherryglen Ehren-Mitglied
Anmeldedatum: 04.05.2004 Beiträge: 1275
Verfasst am: 13.12.2006, 13:48
Ich habe früher in der Arbeit Belgier kennengelernt, viele sprechen englisch und auch deutsch, wir haben uns sehr gut verständigt.
Das mit den Hodenfehlern, da hast Du recht. Leider ist das bei den Shelties weit verbreitet. (Aber auch in anderen Hunderassen). Die Erbfolge ist leider nicht bekannt, so dass man nicht in der Zucht darauf achten kann, ausser dass nur mit vollständigen Rüden gezüchtet wird.
Wenn wir einen Welpen haben, der nur einen Hoden hat, wird er billiger abgegeben, da ja der Besitzer dadurch Kosten (Operation) hat.
Auch Zahnfehler kommen leider vor, wir achten darauf, dass die Partner möglichst Vollzahnig sind.
Na ja, die Öhrchen, die beginnen oft zu stehen, wenn der Hund Zähne bekommt oder geschlechtsreif wird, dann kann man etwas hineinkleben, massieren. Und wenn sie noch immter stehen, dann will der Sheltie eben Stehohren haben. Da das nicht wehtut und sonst (ausser bei Ausstellungen) keine Beschwerden bereitet, finde ich das nicht so wesentlich.
Die Darmprobleme können leider auch durch Fütterungsfehler entstehen, oder der Hund hat einmal dieses Streusalz gefressen.
Wenn jemand zu mir kommt, der einen Ausstellungssheltie will, dann sage ich meistens, er soll versuchen einen 6 - 8 Monate alten Hund zu bekommen, dann sieht man es. Ich kann auch einen Welpen aussuchen, aber da kann man Überraschungen erleben. _________________ Wuffwuffwuffwuffwuff
Shelties und Susanne
http://portal.sheltie.at
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer sich abends hundemüde fühlt,
hat vielleicht den ganzen Tag geknurrt.
Anonymous Gast
Verfasst am: 13.12.2006, 14:49
Zitat:
Wenn wir einen Welpen haben, der nur einen Hoden hat, wird er billiger abgegeben
Na eben: und ich durfte den vollen Preis bezahlen, nur deswegen, weil der Züchter sich die Frage, ob die Hoden da sind oder nicht, erst gar nicht gestellt hat. In dem Wurf von Arran waren vier Rüden. Einer von ihnen war blind und ist gleich nach dem Umzug in seine neue Familie tödlich verunglückt, so dass man es bei ihm wohl nicht sagen kann und von den drei verbleibenden hatten meiner und mindestens noch ein weiterer keine Hoden. Tolle Kombination kann ich da nur sagen
Zitat:
Auch Zahnfehler kommen leider vor, wir achten darauf, dass die Partner möglichst Vollzahnig sind.
Find ich auch super in Ordnung. Leider denkt offensichtlich nicht jeder so
Zitat:
Na ja, die Öhrchen, die beginnen oft zu stehen, wenn der Hund Zähne bekommt oder geschlechtsreif wird, dann kann man etwas hineinkleben, massieren.
Haben wir alles gemacht.
Zitat:
Und wenn sie noch immter stehen, dann will der Sheltie eben Stehohren haben. Da das nicht wehtut und sonst (ausser bei Ausstellungen) keine Beschwerden bereitet, finde ich das nicht so wesentlich.
Dem stimme ich nur halb zu. Meine Schwester hat auch einen Sheltie mit Stehohren und ich persönlich finde, dass die Stehohren den gesamten Gesichtsausdruck des Shelties verändern. Gerade der ganz spezielle Ausdruck mit den Kippohren ist für mich geradezu verzaubernd. Es ist das, was mich u.a. zum Sheltie so hinzieht.
Zitat:
Wenn jemand zu mir kommt, der einen Ausstellungssheltie will, dann sage ich meistens, er soll versuchen einen 6 - 8 Monate alten Hund zu bekommen, dann sieht man es. Ich kann auch einen Welpen aussuchen, aber da kann man Überraschungen erleben.
Mir ist auch klar, dass man nicht wirklich einen Ausstellungshund kaufen kann (auch nicht bei anderen Rassen). Was wir halt dem Züchter klar machen wollten, war, dass wir auf eine gewisse Qualität Wert legen und wenn der Hund es hergibt, würden wir halt gerne Shows melden. Wenn man dann im Nachhinein feststellt, dass die Qualität in einer Zuchtstätte eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, ist man glaube ich logischerweise enttäuscht. Im übrgen war bei der Anschaffung von Arran nie die Rede davon, dass wir eventuell warten konnten bis der Hund 6-8 Monate alt war. Im Gegenteil: schon am Telefon wurde uns erzählt, dass wir uns beeilen müssten, denn wenn wir den Hund nicht sofort nehmen, bekäme ihn jemand anders.
Ehrlich gesagt würde ich heute unter solchen Umständen grundsätzlich schon gar keinen Hund mehr kaufen !!!
LG
Marion _________________
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 13.12.2006, 14:49, insgesamt einmal bearbeitet